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Die Kampagne

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Die Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ ist eine Kampagne für zukunftsfähige Welternährung. Der Weltladen-Dachverband und Naturland wollen 2010 und 2011 forciert auf die welt­weite Ernährungskrise und deren Opfer aufmerksam machen. Weltweit hungern eine Milliarde Menschen, zwei Drittel von ihnen leben auf dem Land. Trotz technischer Innovation steigen die Ernteerträge nicht weiter an, sondern sinken aufgrund zunehmender Boden­degradierung und zunehmender Naturkatastrophen infolge des Klimawandels. Das Ziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt und die Folgen des Klimawandels werden die Ernährungs­problematik weiter verschärfen.

Zum Auftakt der Kampagne wurde im Herbst 2008 die Universität Kassel und das Deutsche Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft GmbH (DITSL) in Witzenhausen mit der Durchführung einer Studie zum Thema „Ökologische Landwirtschaft und Fairer Handel in Entwicklungsländern“ beauftragt. Die Studie zeigt deutlich, dass Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten können. Dies bestätigt auch der 2008 veröffentlichte Weltagrarbericht.

Weltweit hungern über 1 Milliarde Menschen. Etwa zwei Drittel von ihnen leben in Regionen, in denen die meisten Nahrungsmittel produziert werden. Trotz technischer Innovation steigen die Ernteerträge nicht weiter an-  sie sinken, aufgrund zunehmender Boden­degradierung und Naturkatastrophen infolge des Klimawandels. Die „Grüne Revolution“ konnte Hunger und Mangelernährung nicht nachhaltig beseitigen, sie ist sozial unausgewogen und stößt an ökologische Grenzen.

Das primäre Millenniums-Entwicklungsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, ist in weite Ferne gerückt und die Folgen des Klimawandels werden die Ernährungs­problematik weiter verschärfen. Der Weltagrarbericht von UNESCO und der Weltbank macht deshalb deutlich: Eine globale Agrarwende hin zu kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft ist unabdingbar!

Weltladen-Dachverband e.V.

Der Weltladen-Dachverband wurde 1975 als Interessenvertretung der Weltläden und Aktions­gruppen gegründet und hat rund 480 Mitglieder. Inhaltliche Grundlage für die Arbeit des Dachverbandes und für die Mitgliedschaft ist die Konvention der Weltläden, in der die Grundkriterien für den Fairen Handel der Weltläden festgeschrieben sind. Weltläden sind Fachgeschäfte für Fairen Handel. Als Pioniere der Fair- Handels-Bewegung können sie auf den Beitrag von mehr als 100.000 Freiwilligen zählen. Ihren nächsten Weltladen finden Sie unter: www.weltladen.de

Naturland e.V.

Naturland fördert den Öko-Landbau weltweit und ist mit über 50.000 Bauern und über 400 Herstellern einer der größten Öko-Verbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen. Naturland Bauern und Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die des Bio-Siegels. Sie erzeugen ohne Gen­technik hochwertige Lebensmittel – zum Schutz von Umwelt und Verbraucher. Naturland engagiert sich weit über die Lebensmittelproduktion hinaus, so z.B. in den Bereichen Ökologische Waldnutzung, Textil­herstellung und Kosmetik. Mehr zu Naturland finden Sie unter: www.naturland.de

Was können Verbraucher tun?

Jeder Verbraucher hat die Möglichkeit, mit dem Kauf ökologisch produzierter und fair gehandelter Produkte die Lebens- und Ernährungssituation von Kleinbauern zu verbessern. Genießen Sie Öko + Fair Produkte und leisten Sie damit Ihren Beitrag zur Ernährungssicherung weltweit! Außerdem kann jeder Verbraucher seine politische Stimme nutzen: Unterschreiben Sie den Appell zur Unterstützung ökologischer und kleinbäuerlicher Landwirtschaft!

Was kann die Politik tun?

Wir fordern die Politik auf, sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Förderung kleinbäuerlicher Strukturen und für die weltweite Verbreitung der Prinzipien des Öko-Landbaus einzusetzen, mit dem Ziel, langfristige Ernährungssouveränität zu erreichen. Dies muss umfassen:

  • Unterstützung des Fairen Handels als Instrument zur Armutsbekämpfung
  • Umsetzung der Forderungen des Weltagrarberichts
  • Abschaffung der Agrarexportsubventionen
  • Bereitstellung von Forschungsgeldern für den Öko-Landbau auch in Trockengebieten und tropischen Klimazonen

die Etablierung sozialer und ökologischer Kriterien für die Herstellung und Verwendung von Agrartreibstoffen und anderen nachwachsenden Rohstoffen.

Appell online unterzeichnen!

Unterzeichnen Sie den Appell jetzt online!

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Unterstützen Sie die Kampagne, indem Sie Ihren Appell persönlich an Ministerin Aigner und Minister Niebel schicken:

> hier geht's zur Teilnahme

 

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