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Wie wirkt Fairer Handel im Süden?

Wie wirkt Fairer Handel ... im Süden?

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Der Faire Handel ermöglicht es insbesondere den im Welthandel benachteiligten KleinbäuerInnen, unter fairen Bedingungen am Marktgeschehen teilzunehmen und aus eigener Kraft für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Produzenten des Fairen Handels schließen sich in der Regel in Genossenschaften zusammen, wo sie an allen Entscheidungen beteiligt sind. Neben der Vermarktung ihrer Produkte setzen sich die Genossenschaften bzw. deren Dachverbände unter anderem für soziale Sicherung, Weiterbildung, Förderung von Frauen und den Schutz der natürlichen Ressourcen ein.

Beim Fairen Handel stehen die ProduzentInnen im Mittelpunkt. So vielfältig wie das Produktsortiment ist, sind auch ihre Geschichten. Je nach Produkt und Herkunftsland sind die Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich. Der Faire Handel kommt daher nicht mit einem Patentrezept für alle aus, sondern hat unterschiedliche Instrumente, um ProduzentInnen dabei zu unterstützen, die eigene Entwicklung in die Hand nehmen zu können.

Yupahwadi Thaithet Gründungsmitglied der Kooperative Organic Coconut Developing Group (OCDG), Thailand: „Wir erhalten nun einen angemessenen Preis für unsere Produkte, der sowohl die Kosten deckt, als auch Möglichkeiten schafft, neue Geräte und Tiere zu kaufen, um den Bio-Anbau voranzutreiben. Langfristige Lieferverträge mit Green Net sichern die Zukunft unserer Kinder und bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“  (aus: 100% Fair, Der Faire Handel in Deutschland, Forum Fairer Handel, 2008)

Chaya, Mitglied der Schmuckgruppe bei ASHA Handicrafts, Indien: „ Ich arbeite seit zehn Jahren mit der Gruppe, hier werden wir von niemandem beherrscht, wir können frei arbeiten. Wir haben das ganze Jahr Arbeit, und so kann ich meine Familie unterhalten. Mein Mann ist krank und kann oft nicht arbeiten. Von meinem Verdienst kann ich sogar manchmal etwas sparen und habe mein eigenes Konto. Durch den Fairen Handel habe ich einen guten Arbeitsplatz, ich werde besser bezahlt und habe eine feste Arbeitszeit von acht Stunden. Früher musste ich zwölf Stunden arbeiten und wurde für die Mehrarbeit nicht mal bezahlt.“ (aus: „Die Wirkungen des Fairen Handels“, Forum Fairer Handel, 2005)

Mahendran Shiyamala, Teepflückerin, Sri Lanka:  „Was Fairer Handel für mich bedeutet – Lebensqualität!“

Pater Shay Cullen, Leiter von Preda, Philippinen: Indem Sie fair gehandelte Produkte kaufen, können Sie dazu beitragen, die Armut in den Entwicklungsländern zu reduzieren. Auch geben Sie den Menschen dort die Chance, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen und zwar mit Würde.“

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