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“Öko + Fair“- Kochlöffel für Minister Niebel

Am Samstag, den 8. Mai findet zum 15.Mal der Weltladentag statt. Hunderte Weltläden machen bundesweit mit zahlreichen Aktionen auf die globale Ernährungsproblematik aufmerksam. Zum Auftakt übergab der Weltladen-Dachverband im Rahmen eines Fairen Frühstücks  einen Kampagnen-Kochlöffel an Staatssekretär Beerfeltz und formulierte seine Forderungen an die Politik.

Birgit Schößwender übergibt Kampagnen-Paket an Staatssekretär Beerfeltz

Birgit Schößwender, Kampagnenverantwortliche des Weltladen-Dachverbands übergab am Freitag symbolisch einen Kochlöffel und ein Paket mit den ersten 100 Postkarten der Unterschriftenaktion „Öko + Fair ernährt mehr!“ für Bundesminister Dirk Niebel. Das Paket nahm stellvertretend Staatssekretär Beerfeltz entgegen. Zusammen mit der Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ist Minister Niebel der Adressat für die politischen Forderungen der Kampagne für zukunftsfähige Welternährung. Die beiden Minister werden aufgefordert, sich für die Förderung von kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft einzusetzen und die für Bauern in Entwicklungsländern katastrophalen Agrarexport­subventionen sofort und endgültig abzuschaffen.

„Die Zeit läuft uns davon“, drängt Maria Gubisch, Vorstandsvorsitzende des Weltladen-Dachverbands. Die Zahl der Hungernden liegt bei über 1 Milliarde. Zwei Drittel dieser Menschen leben auf dem Land, also dort, wo Nahrungsmittel produziert werden. „Es braucht eine globale Agrarwende. Denn eine Agrarpolitik, die Massenproduktion unter hohen ökologischen und sozialen Kosten fördert und auf ungebremsten Export setzt, ruiniert bäuerliche Strukturen weltweit – und damit Ernährungs­souveränität“, so Gubisch.

Diese Forderungen tragen die Weltläden am morgigen Weltladentag bundesweit in die Öffentlichkeit. Sie machen mit zahlreichen Aktionen KonsumentInnen, aber auch PolitikerInnen, darauf aufmerksam, dass die ökologisch ausgerichtete kleinbäuerliche Land­wirtschaft eine Antwort auf das weltweite Hungerproblem bietet. „Der Faire Handel bietet Menschen in Entwicklungsländern eine Möglichkeit, Ernährungssouveränität zu erreichen“ erklärt Staats­sekretär Beerfeltz aus dem BMZ. „Klein­bäuerInnen erhalten durch den Fairen Handel langfristige Lieferverträge, Marktzugang und auskömmliche Preise und können dadurch ihre Existenz sichern“ erläutert Schößwender.

Noch bis Oktober werben Weltläden gemeinsam mit Naturkostläden um Unterschriften. „Wir hoffen auf Zehntausende Unterstützer, um der Politik zu zeigen, dass die Zeit wirklich reif ist für eine Agrar- und Handelspolitik, die Hunger wirksam bekämpft und Entwicklung ermöglicht“ so Gubisch.

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