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FAQ – Häufigste Fragen – und Antworten


Inwiefern leisten Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft einen Beitrag zur Ernährungs­sicherung weltweit?

Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft leisten einen Beitrag zur Ernährungs­sicherung weltweit, indem sie auf einem Dreiklang beruhen: 1) Lebensmittelproduktion für die Selbstversorgung, 2) zum Verkauf auf dem regionalen Markt und 3) für den Export in Industrieländer. So wird zunächst die Lebensmittel­versorgung der lokalen Bevölkerung und der eigenen Familie sichergestellt und schließlich durch den Erlös aus dem Export das finanzielle Einkommen der Familien und Kooperativen gesichert. Die Bezahlung eines fairen Preises ermöglicht es den KleinbäuerInnen, Rücklagen zu bilden, um z.B. in einer Dürreperiode zusätzliche Lebensmittel einkaufen zu können. Aus den Mehreinnahmen wird ein fester Anteil in die Weiter­bildung der Produzenten und in die Schulbildung der Kinder investiert. Ziel ist, dass heutige und zukünftige Generationen vom wichtigen Wissen über nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden profitieren. Der Faire Handel setzt sich mit der Förderung von KleinbäuerInnen auch explizit für deren Selbstorganisation ein, u.a. damit Know-how weitergegeben werden kann.

Ökologischer Anbau ermöglicht eine ressourcenschonende Landwirtschaft, die für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen eintritt. Der Verzicht auf Pestizide und chemischen Dünger und der Einsatz von natürlichen Pflanzenschutz- und Dünge­methoden ermöglichen die Entwicklung und den Schutz eines fruchtbaren Bodens und beugen Pflanzenkrankheiten vor. Zudem machen sich die Kleinbauern und         -bäuerinnen dadurch unabhängig von den hohen Preisen für Dünger, Pestizide und gentechnisch verändertem Saatgut. Öko-Landbau ist auch klimaverträglicher: Durch Verzicht auf Kunstdünger und Agrochemikalien sinken Energieverbrauch und Emissionen klimawirksamer Gase im Vergleich zu konventioneller Bewirtschaftung.

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Wie können wir in Deutschland und Europa die Kleinbauern im Süden fördern?

In erster Linie können die Menschen in Deutschland und Europa durch ihr Konsum- und Einkaufsverhalten Öko + Fair fördern. Viele Menschen denken sich: „Was macht es für einen Unterschied, wenn ich als Einzelperson im Weltladen oder Naturkostladen einkaufe?“ Es stimmt, der Einzelne ist nicht die Masse, die man braucht, um globale Handelsmechanismen zu verändern. Aber jeder Cent, den ein Konsument in Deutschland für Öko + Fair ausgibt, fließt in diese zukunfts­fähigen Strukturen.

Neben dem Einkauf kann jeder Bürger auch andere dazu motivieren, Fairen Handel und Öko-Landbau zu unterstützen. Das kann durch einfaches Informieren der Mitmenschen im alltäglichen Gespräch geschehen, aber auch durch die aktive Mitarbeit im Weltladen oder in einer Aktionsgruppe.

Durch einen höheren Arbeitsaufwand und einen höheren Anteil handwerklicher Arbeiten auch in Verarbeitung vor Ort werden mit Öko + Fair zusätzliche Arbeitsplätze in armen Ländern geschaffen.

Das oben genannte Agrardumping sollte genauso wie Börsenspekulationen mit Agrarprodukten gesetzlich verboten werden.

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Was kann ich als einzelner Konsument tun, um zur weltweiten Ernährungs­sicherung beizutragen?

Wir können Druck erzeugen als VerbraucherInnen und als WählerInnen: Politik mit dem Einkaufskorb macht Druck auf die Wirtschaft! Dazu gehört beispielsweise auch die Art und Weise unserer individuellen Ernährung. Ein plastisches Beispiel ist der weltweite Fleischkonsum. Während in den Industrieländern jedes Jahr durchschnittlich 80 Kg Fleisch pro Person verzehrt werden, sind dies in Entwicklungsländern 30 Kg. Derzeit werden auf einem Drittel der weltweit verfügbaren Ackerfläche Futtermittel angebaut. Um 1 Kg Fleisch zu erzeugen, werden je nach Sorte 7 bis 16 Kg Getreide benötigt. Alternativ könnten auf der dafür beanspruchten Fläche im selben Zeitraum 200 Kg Tomaten oder 160 Kg Kartoffeln geerntet werden. Zunehmender Fleischkonsum ist daher eine Bedrohung für die weltweite Ernährungssicherung. Die Aufgabe jedes einzelnen Konsumenten liegt darin, durch Reduzierung des persönlichen Fleischkonsums und den Kauf von Qualitätsfleisch aus ökologischer Landwirtschaft ein politisches Statement abzugeben.

Als Teil der Zivilgesellschaft können wir darüber hinaus Forderungen an die Politik stellen und damit signalisieren, dass wir als WählerInnen nicht bereit sind, die prekären Bedingungen, unter denen die KleinbäuerInnen leben müssen, auszublenden.

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Wie hilft es den KleinbäuerInnen in Bolivien, wenn wir ihren Quinua essen?

Durch den Kauf fair gehandelter Produkte in Europa werden KleinbäuerInnen im Süden unterstützt. Wichtig dabei ist, dass KleinbäuerInnen zuerst Lebensmittel für den Eigenbedarf anbauen und darüber hinaus auch Lebensmittel auf dem lokalen Markt verkaufen können. Erst danach kommen die Produkte für den Export.

Durch den Verkauf im Export können KleinbäuerInnen ihre Existenz sichern. Sie erhalten Geld, mit dem sie ihre Kinder in die Schule schicken können, auf dem Markt zusätzliche Nahrungsmittel einkaufen können und wiederum in die eigene Lebensmittelproduktion investieren können.

Quniua ist ein gutes Beispiel für eine den örtlichen Gegebenheiten optimal angepasste Pflanze. Es ist wichtig, den Anbau natürlich widerstandsfähiger und robuster Arten zu intensivieren.

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Wie kann ich Kleinbauern in Europa unterstützen?

Nur mit fairen Partnerschaften für Bauern kann der ökologische Anbau die Existenz von Familien sowohl in Europa als auch in den Ländern des Südens sichern. Öko + Faire Partnerschaften stehen für eine vorbildliche Handelsbeziehung zwischen Unternehmen und Öko-Bauern. Sie beschränken sich absichtlich nicht nur auf „faire Erzeugerpreise“, sondern beziehen unter anderem Punkte wie soziale Verantwortung, Regionalität und Qualität mit ein. Und das in allen Ländern der Erde gleichermaßen.
In Zeiten der Globalisierung soll die Gesellschaft stärker für ein Werte-System sensibilisiert werden, das die Menschen in der jeweiligen Region in den Vordergrund stellt. Kurze, klima- und ressourcenschonende Warenflüsse und Transportwege haben Vorrang. Mit dem bevorzugten Kauf regionaler und saisonaler Produkte kauft man strategisch richtig. Darüber hinaus gibt es natürlich Produkte, die hier nicht (Bsp. Tropische Früchte) oder nicht ausreichend übers Jahr (Bsp. Frühkartoffeln) wachsen, die aus den Ländern des Südens importiert werden ohne mit den europäischen in Konkurrenz zu treten.

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Was bedeuten die verschiedenen Bio-Siegel? Was ist der Unterschied zwischen dem EU-Bio-Siegel und dem Naturland Siegel?

Das deutsche Biosiegel (grünes Sechseck) bzw. das europäische, das im Sommer 2010 neu und einheitlich in Kraft treten soll, kennzeichnet Produkte, die mindestens den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung entsprechen. Die Lebensmittel müssen diverse Standards erfüllen, dürfen z.B. keine gentechnisch veränderten Organismen enthalten. Alle Bio-Produkte müssen als Grundlage nach EU-Öko-Verordnung zertifiziert (= geprüft und zugelassen) sein. Darüber hinaus gibt es mehrere Siegel der privaten deutschen Anbauverbände, die erweiterte, strengere Anforderungen stellen. Hier werden zusätzliche Regeln des jeweiligen Verbandes erfüllt, um ein Öko-Zertifikat zu erlangen, wie das von Naturland (grünes N). Naturland Betriebe müssen hohe Maßstäbe erfüllen, die von unabhängigen Kontrollstellen regelmäßig überprüft werden. Bereiche wie Pflanzenbau, Tierhaltung, Aquakultur oder Verarbeitung sind jeweils in eigenen Richtlinien umfassend geregelt. Naturland geht es neben artgerechter Tierhaltung, sozialen Arbeitsbedingungen und dem Verzicht auf Agrochemie vor allem um geschlossene Betriebskreisläufe: Mindestens 50% des Futters der Tiere muss vom eigenen Hof stammen und die Felder werden mit natürlichem Dünger versorgt. Während konventionell erzeugte Lebensmittel über 300 verschiedene Zusatzstoffe mit teils zweifelhaften Wirkungen auf den menschlichen Organismus enthalten dürfen, sind bei Bio-Lebensmitteln nach EU-Norm nur noch 47 mögliche Zusatzstoffe erlaubt, beim hohen Qualitätsstandard von Naturland nur noch 21. Naturland hat bereits 2005 verpflichtend für alle Betriebe Sozialrichtlinien eingeführt, weil die Land- und Lebensmittelwirtschaft neben der ökologischen Bedeutung immer auch eine soziale Dimension hat.

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Ist „nur“ Öko und „nur“ Fair also schlecht?

Ökologisch produzierte und fair gehandelte Lebensmittel sind doppelt gut: Für Mensch und Umwelt. Es gibt immer noch zahlreiche fair gehandelte Produkte, die nicht bio-zertifiziert sind und nicht alle ökologischen Produkte werden fair gehandelt. Dennoch entwickeln sich beide Bereiche weiter und so gibt es immer mehr Lebensmittel, die Öko + Fair sind. Nicht zuletzt unsere Kampagne soll den KonsumentInnen die Schnittmengen zwischen Öko + Fair bewusst machen und zur Unterstützung beider Bereiche aufrufen.

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Können Öko + Fair überhaupt die Welt ernähren?

Zwei Drittel der weltweiten Ernten werden von Kleinbauern eingebracht. Laut Weltagrarbericht und anderen Studien können gerade in tropischen und sub­tropischen Gebieten durch Beratung und Umstellung auf den Öko-Landbau dauerhaft hohe Ertragssteigerungen erzielt werden. Welthunger ist allerdings nicht allein als Frage der produzierten Nahrungsmittel-Menge zu betrachten. Denn auch gegen­wärtig wächst genug für alle. Es geht um Macht, Profit und Verteilungs­un­gerechtig­keit. Um den Hunger zu reduzieren und zu verhindern, sind falsche politische Weichen­stellungen zu korrigieren.

Eine kürzlich erschienene Studie der Deutschen Bank zeigt, dass Öko-Landbau gerade in Afrika dem konventionellen an Produktivität mindestens ebenbürtig und bezüglich der Kosten weit überlegen ist. Gleichzeitig holt der Öko-Landbau wesentlich mehr Ernte aus den Böden heraus, weil er sie vor Übersäuerung und Erosion schützt. Der Umstieg auf Öko-Landbau in Entwicklungsländern erhöht die Erträge der Bauern nach verschiedenen Studien um bis zu 80%! Öko + Fair verbessert also Lebens- und Umweltbedingungen. Auf lange Sicht ist nur der gute Umgang mit den Ressourcen Wasser, Energie und Böden sowie die Unabhängigkeit von Saatgut, mineralischen Düngern und Pestiziden Erfolg versprechend. Gemeinsam mit dem Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen und gerechten Handels­beziehungen liegt darin ökologisch, sozial und wirtschaftlich die Zukunft.

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Was sind Agrarexportsubventionen? Und wie hoch sind sie?

Europas Bauern erhalten jährlich rund 50 Milliarden Euro an direkten Finanzhilfen aus Brüssel. Hinzu kommen zusätzliche Milliarden, um den Export der Agrarprodukte zu unterstützen, da die EU-Produkte lange konkurrenzlos teuer waren. Von 2002 bis 2005 betrugen die EU-Hilfen für den Agrarexport jährlich etwa 3,4 Milliarden Euro. 2006 sanken diese Subventionen dann auf 2,4 Milliarden, weil inzwischen die Weltmarktpreise gestiegen waren. In den letzten Jahren sind die Agrarexport­subventionen zwar erheblich zurückgegangen, aber es werden immer noch Exportsubventionen gezahlt, wie das Jahr 2009 besonders in der Milchpolitik gezeigt hat. Auch die internen Stützungen für die Landwirtschaft sind in den Industrieländern immer noch sehr hoch. 2007 betrug die Gesamtsumme der Agrarsubventionen in den Industriestaaten etwa 365 Milliarden Dollar. Da haben die Bauern in den Entwicklungs­ländern schlechte Karten!

Laut UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) entgehen den Entwicklungsländern pro Jahr 700 Milliarden Dollar an Einnahmen durch Handelsprotektionismus im Norden – das ist ein Vielfaches der globalen Entwicklungs­­hilfe! Solange sich dies nicht ändert, kann im Süden keine selbst tragende Agrarwirtschaft aufgebaut werden.

Zurzeit läuft eine Reformdebatte zur europäischen Agrarpolitik. Die Abschaffung der Agrarexportsubventionen wird für das Jahr 2013 angekündigt. Um die Notwendigkeit dieser Abschaffung zu unterstreichen, fordern der Weltladen-Dachverband und Naturland die Bundesregierung auf, sich auf nationaler und internationaler Ebene dafür einzusetzen, dass dieses Ziel erreicht wird.

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Was haben Exportsubventionen mit Ernährungssicherung zu tun?

Agrarprodukte aus der EU, die durch Subventionen für den Weltmarkt auf ein Niveau unterhalb der Produktionskosten gedrückt werden und dann mit europäischen Steuergeldern als verbilligte Lebensmittel in Länder des Südens ausgeführt werden, verzerren die Märkte. Eine regelrechte Überflutung der lokalen Märkte in Entwicklungsländern verhindert, dass örtliche KleinbäuerInnen am eigenen Markt bestehen können. Die KleinbäuerInnen können mit den subventionierten Preisen nicht konkurrieren und verlieren ihre Absatzmärkte und Arbeitsplätze. Ob Tomatenmark in Afrika oder Milchpulver in Indien – das Dumping durch die Über­produktion behindert die Entwicklung einer funktionierenden Landwirtschaft in den armen Ländern. Und nicht nur die EU, sondern auch andere Industrieländer betreiben Agrardumping, um ihre Überproduktion loszuwerden.

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Was ist der Weltagrarbericht?

Im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank stellten 500 WissenschaftlerInnen den Stand des globalen Wissens über die Landwirtschaft, ihre Geschichte und Zukunft zusammen. Die zentrale Aussage des Berichts ist, dass Hunger ein ländliches Problem ist. Als Lösung für die globale Ernährungskrise wird die Förderung kleinbäuerlicher und ökologischer Landwirtschaft gefordert.

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Inwiefern hängen Bio-Sprit und Agrar-Treibstoffe mit Ernährungssicherung zusammen?

Für die Produktion von Agrar-Treibstoffen werden u.a. Zuckerrohr, Soja, Mais, Weizen oder Palmöl verwendet. Da der Anbau in großem Stil stattfindet, werden Wälder abgeholzt (Amazonas) um den großen Flächenbedarf zu decken. Daneben werden solche Flächen, die einst zur Nahrungsmittelproduktion genutzt wurden, umfunktioniert. Viele KleinbäuerInnen haben dadurch ihr Land verloren und damit ihre Ernährungs- und Lebensgrundlage.

Eine der politischen Forderungen im Rahmen der Kampagne ist daher, die Produktion von Agrartreibstoffen an soziale und ökologische Kriterien zu binden. Neuere Entwicklungen in diesem Bereich zeigen, dass es auch Agrartreibstoffe gibt, die aus Pflanzen gewonnen werden, die keine andere Bodennutzung beeinträchtigen – wie Algen oder Jatropha.

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Was bedeutet „Land Grabbing“?

Das derzeit zu beobachtende Phänomen des Land Grabbing wird die Ernährungskrise weiter verschärfen. Afrikanisches, asiatisches und lateinamerikanisches  Agrarland wird von ausländischen Staaten und Konzernen für die Exportproduktion von landwirtschaftlichen Gütern aufgekauft. Oft ist dabei leider Agrarland in Ländern betroffen, in denen regionale Lebensmittelknappheit und Hunger herrschen.

Ein Problem wird ins Ausland verlagert: Die neue Welle der Landnahme wurde ausgelöst von Ländern, die – um ihre eigene Abhängigkeit von Nahrungs­mittel­importen zu verringern – ihre Nahrungsmittelproduktion zunehmend auslagern. Indem sie die Kontrolle über große ausländische Agrarflächen erlangen, schaffen sie dort noch gravierendere Versorgungsengpässe. Zeitgleich haben private InvestorInnen ausländisches Agrarland als neue Profitquelle für sich entdeckt.

Abgeschlossene Verträge laufen über mehrere Jahrzehnte – mit verheerenden Auswirkungen für zukünftige Generationen. Bedenkt man das zu erwartende Bevölkerungswachstum in diesen Staaten, dann muss der damit gesteigerte Bedarf an Agrarland respektiert werden. Der Ernährungssicherheit muss hier klar Vorrang eingeräumt werden.

Äthiopien liefert dabei ein tragisches Beispiel: Fast die Hälfte der Menschen sind von Nahrungsunsicherheit betroffen und es treten immer wieder Hungersnöte auf. Gleichzeitig gibt die Regierung riesige Flächen von erstklassigem Agrarland an InteressentInnen aus Indien, der EU, den USA, Israel und Saudi Arabien –  hauptsächlich zur Produktion von Zucker, Fleisch, Agrartreibstoffen und Blumen.

Auch wenn die Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“ keine zentrale politische Forderung zu diesem Problem stellt, so stehen wir hier hinter anderen Organisationen wie FIAN, die sich auf dieses Problem konzentrieren.

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